Am Ende der Studie normalisierte sich die Nierenfunktion der Patienten, und der Bedarf an Dialyse sank.
Was ist Natron?
Natron ist eine chemische Verbindung in weißer, harter, kristalliner Form. Es erscheint häufig als feines Pulver mit salzigem Geschmack und alkalischen Eigenschaften.
Seine vielfältigen Eigenschaften werden seit Jahrtausenden genutzt. Schon im alten Ägypten verwendete man natürliche Natronvorkommen zur Herstellung von Farben für Hieroglyphen.
Die erste Fabrik zur Herstellung von Natron wurde 1846 in New York von den beiden Bäckern John Dwight und Austin Church eröffnet.
Heute wird Natron für zahlreiche Zwecke eingesetzt – zum Reinigen, in der Medizin und in der Kosmetik.
Die heilende Kraft von Natron
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Es reguliert den pH-Wert.
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Eine Paste aus Natron und Wasser wird zur Behandlung allergischer Reaktionen auf Giftefeu verwendet.
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Natron und Wasser ergeben ein sehr wirksames Antazidum.
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Es kann kleine Kratzer schnell beruhigen.
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Die Anwendung von Natron bei Nierenversagen kann das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.
Natriumbicarbonat ist lebenswichtig und wird von den Nieren sowie der Bauchspeicheldrüse produziert, um Nierenschäden vorzubeugen.
Wenn diese Produktion sinkt, reichert sich Säure im Körper an – eine Belastung, die der Organismus nur schwer neutralisieren kann. In diesem Zustand beginnen Zellen zu degenerieren, während der Körper versucht, überschüssige Säure auszuscheiden und gleichzeitig den Gehalt an Nährstoffen, Wasser und Sauerstoff zu erhöhen.
Anwendung von Natron bei Nierenproblemen
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Einen halben Teelöffel Natron unter der Zunge zergehen lassen.
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Am nächsten Tag einen halben Teelöffel Natron mit einem halben Teelöffel Salz in 1,5 Litern Wasser auflösen und diese Mischung 2–3 Tage lang trinken.
Menschen mit Nierenerkrankungen leiden häufig unter einem niedrigen Bicarbonatspiegel. Dieser Zustand wird als metabolische Azidose bezeichnet.
Dieses Rezept wird von Dr. Thomas P. Kennedy empfohlen. Er erklärt:
„Drei Millionen Briten leiden an chronischer Nierenerkrankung, und etwa 37.800 von ihnen benötigen eine Nierentransplantation, die jährlich 30.000 Pfund kostet.
Forscher des Whitechapel Hospitals haben die erste kontrollierte Studie unter klinischen Bedingungen durchgeführt und festgestellt, dass Natron die Auswirkungen von Nierenerkrankungen deutlich reduzieren kann.
Ein einfaches Hausmittel wie Natron kann, richtig angewendet, sehr wirksam sein.“
Die Studie im Überblick
An der Studie nahmen 134 Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer Nierenerkrankung mit metabolischer Azidose teil.
Eine zufällig ausgewählte Gruppe erhielt ein Jahr lang eine kleine Dosis Natron in Tablettenform.
Die Ergebnisse:
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Die Nierenfunktion verbesserte sich auf ein normales, altersentsprechendes Niveau.
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Der Dialysebedarf sank.
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Die Erkrankung schritt bei dieser Gruppe zwei Drittel langsamer voran als bei den übrigen Teilnehmern.
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Nur 9 % der Natron-Gruppe zeigten eine beschleunigte Krankheitsprogression – im Vergleich zu 45 % der anderen Patienten.
Expertenmeinungen
Professor Magdi Habib Yacoub ergänzt:
„Diese Studie zeigt, dass Natron für Menschen mit Nierenversagen von Vorteil sein kann – vorausgesetzt, die Dosierung wird reguliert und überwacht.
Natron verhindert Entzündungen der Nieren, da die dabei entstehende chemische Reaktion die Ammoniakproduktion begrenzt.
Diese einfache und kostengünstige Maßnahme verbessert zudem den Ernährungszustand der Patienten und hat das Potenzial, die Lebensqualität und die klinischen Ergebnisse zu verbessern, was möglicherweise zu einer geringeren oder gar keiner Dialyse führen kann.
Da Natron jedoch nicht als Arzneimittel eingestuft ist, wurde diese Studie bisher noch nie in dieser Form durchgeführt.“











