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Wer regelmäßig Eier isst, wirft wahrscheinlich mehrmals pro Woche etwas in den Müll, das im Garten durchaus noch Verwendung finden kann: Eierschalen.

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Sie bestehen zum größten Teil aus Kalziumkarbonat und können – richtig vorbereitet – kompostiert oder als langsam verfügbare Kalziumquelle in den Boden eingearbeitet werden.

Doch vielleicht hast du schon einmal etwas Merkwürdiges gesehen: Gärtner hängen Eierschalen in Netzbeuteln im Garten, Gewächshaus oder Schuppen auf.

Was soll das bringen?

Die Erklärung ist viel einfacher, als man zunächst vermuten würde.

🥚 Warum werden die Eierschalen überhaupt aufgehängt?

Der Beutel ist weniger ein geheimnisvoller Gartentrick als vielmehr eine clevere Methode zum Sammeln und Trocknen.

Frische Eierschalen enthalten häufig noch Feuchtigkeit und kleine Eiweißreste. Werden sie direkt in einen geschlossenen Behälter gegeben, können unangenehme Gerüche entstehen.

In einem luftdurchlässigen Netzbeutel kann dagegen Luft zwischen den Schalen zirkulieren.

Dadurch werden sie nach und nach:

  • trocken und spröde,
  • geruchsärmer,
  • leichter zu zerkleinern
  • und über längere Zeit einfacher aufzubewahren.

Statt jeden Tag zwei Eierschalen einzeln zu bearbeiten, sammelt man einfach mehrere Wochen lang und verarbeitet anschließend eine größere Menge auf einmal.

🌿 So funktioniert die Methode

Nach dem Aufschlagen der Eier sollten die Schalen zunächst kurz ausgespült werden. Anschließend lässt man überschüssiges Wasser abtropfen.

Danach kommen die Schalen in einen luftdurchlässigen Netzbeutel. Dafür eignen sich beispielsweise wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze oder locker gewebte Naturfasersäckchen.

Wichtig ist der richtige Platz.

Der Beutel sollte nicht irgendwo im Regen hängen, sondern an einem trockenen und gut belüfteten Ort – beispielsweise unter einem Vordach, auf einer überdachten Terrasse, in einem belüfteten Schuppen oder Gewächshaus.

Dort können nach und nach weitere Schalen hinzugegeben werden.

🌱 Was macht man anschließend mit den getrockneten Schalen?

Sind genügend Eierschalen gesammelt und vollständig trocken, können sie zerdrückt oder fein gemahlen werden.

Je feiner die Stücke sind, desto größer ist ihre Oberfläche. Dennoch sollte man keine Wunder erwarten: Eierschalen lösen sich im Boden relativ langsam auf.

Eine besonders unkomplizierte Möglichkeit besteht deshalb darin, sie dem Kompost beizumischen.

Dort treffen sie auf Gemüsereste, trockenes Laub, Grasschnitt, Kaffeesatz, zerkleinerten Karton und andere organische Materialien.

So entsteht langfristig ein wesentlich ausgewogeneres Bodenverbesserungsmittel als durch Eierschalen allein.

🍅 Sind Eierschalen wirklich ein guter Dünger?

Hier lohnt sich etwas Vorsicht.

Eierschalen enthalten viel Kalzium, sind aber kein vollständiger Dünger, denn Pflanzen benötigen unter anderem auch Stickstoff, Phosphor und Kalium.

Außerdem braucht nicht jeder Garten zusätzliches Kalzium.

Wer ständig große Mengen gemahlener Eierschalen in einen bereits kalkreichen Boden einarbeitet, tut seinen Pflanzen nicht automatisch etwas Gutes. Bei größeren Mengen ist eine Bodenanalyse sinnvoll.

Mehr ist beim Düngen nicht automatisch besser.

⚠️ Ein wichtiger Punkt wird häufig vergessen

Wer Eierschalen über Wochen sammelt, sollte sie nicht mit größeren Eiweißresten feucht in einen Beutel werfen.

Das kann Gerüche verursachen und Tiere oder Insekten anlocken.

Deshalb gilt:

abspülen → abtropfen lassen → luftig und trocken sammeln → anschließend zerkleinern.

Wer besonderen Wert auf Hygiene legt, kann die gesammelten Schalen vor der weiteren Verarbeitung zusätzlich vollständig durch Hitze trocknen.

🌿 Aus Küchenabfall wird Gartenmaterial

Das Interessante an dieser Methode ist gerade ihre Einfachheit.

Man braucht weder spezielle Geräte noch teure Gartenprodukte. Ein alter Netzbeutel, ein trockener Platz und etwas Geduld reichen aus.

Natürlich werden Eierschalen allein keinen schlechten Boden in fruchtbare Gartenerde verwandeln.

Doch gemeinsam mit gutem Kompost können sie sinnvoll weiterverwendet werden – und etwas, das sonst direkt im Müll landen würde, bekommt ein zweites Leben im Garten.

Wenn du also das nächste Frühstücksei aufschlägst, lohnt es sich vielleicht, die Schale nicht sofort wegzuwerfen.

Dein Garten könnte noch etwas damit anfangen. 🌱🥚

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