Verängstigte Banden in Peru verbrennen Hunderte von Fledermäusen mit Fackeln, während Coronavirus-Hysterie zunimmt

Während sich die Ausbreitung des Coronavirus fortsetzt, lösen Fehlinformationen in Form von Falschnachrichten, Gerüchten und Klatsch weiterhin Massenhysterie und Panik über die tödliche Krankheit aus.

 

In Peru hat dies dazu geführt, dass Einheimische versuchten, CoViD-19 zu bekämpfen, indem sie Fledermauskolonien angriffen, obwohl noch immer nicht erwiesen ist, dass das neuartige Virus von diesen geflügelten Wesen verursacht wird.

Am Mittwoch gab die peruanische Regierung eine Erklärung heraus, in der die Bevölkerung gewarnt wurde, keine Fledermäuse mehr zu töten, nachdem die Behörden gezwungen waren, einzugreifen, als ungefähr 500 der fliegenden Säugetiere von Bauernbanden angegriffen wurden, in der Hoffnung, das auszulöschen, was sie für die Überträger der Krankheit halten, so berichtet das peruanische Netzwerk América Noticias.

Ungefähr 300 der Kreaturen wurden bei den Brandattacken in dem kleinen Dorf Culden in der Region Cajamarca getötet, nachdem Mobs die Höhlen angegriffen hatten, in denen die Flederkolonien lebten, so teilte Perus Nationaler Dienst für Unberührte Wälder und Fauna (SERFOR) mit.

 

Ungefähr 200 Fledermäuse wurden von Mitgliedern des Wildtierdienstes und des Nationalen Agrargesundheitsdienstes (SENASA) vor den Fackelbanden gerettet, welche die Tiere später in eine entfernte Höhle weit entfernt von Culden entließen.

AFP berichtet, dass SERFOR in einer Erklärung sagte:
“Wir dürfen die Situation aufgrund der Epidemie nicht verzerren. Fledermäuse sind nicht unsere Feinde.”

Die Wildtierbehörde erklärte weiter, dass die Fledermäuse für den Menschen tatsächlich sogar von großem Nutzen sind und sogar zur Bekämpfung tödlicher Viren, einschließlich des Dengue-Fieber, beitragen. Die Ausbrüche des Dengue-Fiebers in Südostasien und Amerika sind unvermindert weitergegangen, während die Aufmerksamkeit der Welt auf die Eindämmung der CoViD-19-Epidemie gerichtet ist.

 

SERFOR erklärte dazu:

“70 Prozent der [Fledermaus-] Arten auf der Welt ernähren sich von Insekten, von denen viele für die Landwirtschaft und unsere Gesundheit schädlich sind, wie Mücken, die das Dengue-Fieber und andere Krankheiten verbreiten.”

Jessica Galvez-Durand, Leiterin der Wildfauna-Aktivitäten bei SERFOR, nutzte die Gelegenheit auch, um die Peruaner daran zu erinnern, dass sie keine wilden Tiere essen oder ihr Fleisch für medizinische Zwecke verwenden sollten.

 

Exotische Arten gelten in einigen Ländern der asiatischen und pazifischen Inselnationen als Delikatessen, da der Verzehr von Wildtieren angeblich häufig nicht nachgewiesene medizinische Vorteile bietet oder der Verzehr exotischer und sogar lebender Tiere als Symbol für den sozialen Status angesehen wird.

Das Missverständnis, wonach Suppe aus Fledermausfleisch in ganz China auf der Speisenkarte populär ist – und dass Fledermaussuppe für den Ausbruch des Coronavirus in der chinesischen Stadt Wuhan ursächlich ist –, wurde jedoch mittlerweile gründlich als Fehlinformation entlarvt, die sich durch gefälschte virale Nachrichten und Social-Media-Beiträge verbreitet hatte.

 

Einige Wissenschaftler glauben, dass das Virus möglicherweise von Fledermausmikroben stammt, aber erst durch ein Zwischentier wie Schuppentiere, deren Fleisch manchmal in der traditionellen Medizin verwendet wird, in für den Menschen tödliche Krankheitserreger umgewandelt wurde.

Bisher gab es in Peru über 400 bestätigte CoViD-19-Infektionen und mindestens neun Todesfälle durch das neuartige Virus.

 

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