Zoo in China fährt seine Besucher in vergitterten Fahrzeugen umher, während die wilden Tiere frei herumlaufen

Viele Menschen mögen keine Zirkusse und Zoos, weil sie keinen Sinn darin sehen und worin der Spaß liegen soll, gedemütigte und eingesperrte Tiere zu beobachten. Sie glauben, dass es wirklich falsch ist, Tiere in Gefangenschaft zu halten, da auch andere Arten als wir ein Recht auf Leben und Freiheit haben, genau wie wir Menschen.

 

In letzter Zeit gab es verstärkt Debatten über das Problem der Gefangenschaft von Tieren, und die Diskussion macht definitiv Sinn – es ist schlechterdings unmenschlich, wild lebende Tiere in Käfigen eingesperrt zu halten. Wir berauben also nicht nur andere Lebewesen ihrer natürlichen Lebensräume, da wir die Umwelt, in der sie leben, schädigen, sondern wir wagen es sogar, sie zu unserer eigenen Zufriedenheit und Belustigung in Käfige zu werfen.

 

Ein chinesischer Zoo entdeckte jedoch eine ungewöhnliche Methode, um Menschen der Tierwelt näher zu bringen, ohne Tiere in Käfige zu sperren.

 

Ein neuer und anderer Ansatz

Weltweit schließen viele Zoos, während andere nach neuen und unterschiedlichen Wegen suchen, wie Menschen die Welt der Tiere erleben können. Ein bestimmter Zoo hat nun eine aufregende und interessante Lösung gefunden, um Menschen viel näher an die Wildtiere heranzuführen, ohne die Tiere in Käfigen zu halten.

 

Der Lehe Ledu Wildlife Zoo in China bietet Besuchern die Möglichkeit, einige wilde Tiere dort zu beobachten, die jedoch alle frei herumlaufen. Die Tiere werden nicht in kleinen Käfigen eingesperrt, sondern die Menschen. Mit Hilfe von Käfigfahrzeugen werden die Besucher durch einen Park gefahren, in dem die wildesten und stärksten Raubtiere der Welt leben, darunter bengalische Tiger, Löwen, weiße Tiger und Bären, welche die Menschen als natürliche Beute betrachten.

 

Das ist aber noch nicht alles. Der Zoo ist auch insofern besonders, als die Käfige, in denen die Besucher herumgefahren werden, zudem mit Ködern versehen sind. Fleischstücke, ganze Hühner und anderes Futter sind an der Außenseite der sich rollenden Käfige mit den Menschen angebracht, damit sie die Tiere anziehen.

 

Darüber hinaus gibt es einige kleine Öffnungen, durch welche die Besucher die Möglichkeit haben, diese exotischen Tiere zu füttern. Anstatt diese Tiere aus sicherer Entfernung zu beobachten, kommen sie den Besuchern sehr nahe und fressen ihnen praktisch aus der Hand.

 

Die Sprecherin des Zoos, Chan Llang, erläuterte, dass sie ihren Besuchern halt den Nervenkitzel und die Aufregung bieten wollten, von diesen großen Katzen angegriffen und verfolgt zu werden, jedoch ohne jedes Risiko. Sie ermahnen ihre Gäste jedoch, die ganze Zeit ihre Hände und Finger im Käfig zu halten, da hungrige Tiger sie nicht von ihrem Frühstück unterscheiden können.

 

Die Leute lieben diesen Zoo

Diese Idee des Zoos lockt einheimische chinesische Besucher aus allen Teilen des Landes an und beschert sogar internationale Touristen. Tickets für diesen Zoo sind stets ausverkauft.

 

Ein Besucher namens Tao Jen erklärte, dass dies eine ganz andere Erfahrung sei als seine Erfahrungen in anderen Zoos zuvor. Er sagte, dass man als Besucher nicht die Tiere anschaut, sondern die Tiere schauen die Besucher an, die eigentlich ihr Mittagessen sein könnten.

 

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One comment

  1. Tja – der Nervenkitzel – ich frage ich wirklich, was Menschen dazu treibt, ihr Leben und ihre Gesundheit auf’s Spiel zu setzen für einen Nervenkitzel.
    Im positiven Sinne sollte es diesen Adrenalin-Junkies mal klarmachen, wie schnell sich die Positionen und die Perspektive ändern können – auch so ein Käfig könnte mal umstürzen und kaputtgehen – zumal der eh nicht so stabil aussieht.
    Im positiven Sinne sollte diese umgekehrte Situation dazu führen, dass generell Zoos verschwinden und den wilden Tieren auf dieser Erde wieder ihre menschenfreien angemessenen Reviere/Refugien in freier Wildbahn zugestanden werden.
    Naturparks sind eine andere Sache – das sind ja geschützte Wildgebiete, wo diese Tiere frei leben können – aber oft auch nur geschützt vor Wilderern durch Rancher.
    In Griechenland wurde letztes Jahr eine Wanderin von einem Rudel Wölfe gerissen und verspeist – sie konnte wohl gerade noch einen Handy-Anruf tätigen, bevor sie zur Mahlzeit der Wölfe wurde.
    Auch hierzuland wurden wieder Wölfe in die Natur entlassen, was in unseren dichtbesiedelten Gebieten alles andere als eine gute Idee war und ist meines Erachtens. – Raubtier ist und bleibt Raubtier und wenn es Hunger hat und der Mensch auf seinem Speiseplan steht, dann steht der Mensch in der freien Natur eben nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette.
    Daher sollte auch die Überbevölkerung auf natürlichem Wege durch Einsicht in die Not-wendigkeit von strikter Geburtenkontrolle vor allem bei den Vielkindvölkern hierzuland wie überall auf der Erde dringend gestoppt und zurückgefahren werden – denn immer mehr Menschen brauchen auch immer mehr Platz und sie dringen dann immer weiter in die früheren Reviere der Tiere ein und nehmen ihnen ihren Lebensraum und schränken ihre natürliche Ernährungsmöglichkeiten dadurch ein.

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