Diese außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem Schwarzbären, einem Löwen und einem Tiger rührt die Herzen der Menschen überall auf der Welt.

 

Menschen können viel von Tieren lernen, wenn es darum geht, diejenigen zu akzeptieren, die anders sind als wir selbst. Viele verschiedene Arten haben langjährige Freundschaften untereinander geschlossen, die unwahrscheinlich erscheinen mögen, doch wohl nicht selten auf das natürliche Verlangen nach einer Bindung zurückgehen. In vielen solcher Fälle finden Tiere als “Waisenkinder” zueinander oder eine Mutter, die ein Kind verloren hat, nimmt ein verwaistes Junges einer anderen Spezies als ihr eigenes an.

 

So haben wir bereits Freundschaften zwischen einem Bären und einem Wolf, zwischen einem Elefanten und einem Hund oder Schaf, zwischen einem Schimpansen und einem Tiger, zwischen einem Känguru-Jungen und einem Wombat [Waschbärähnlicher australischer Beutelsäuger], zwischen einer Katze und einem Fuchs, sowie sogar eine Henne beobachten können, die sich um Welpen kümmert, um nur einige Beispiele zu nennen. Und nun ist es die Freundschaft zwischen einem amerikanischen Schwarzbären, einem afrikanischen Löwen und einem bengalischen Tiger, welche die Herzen der Menschen auf der ganzen Welt berührt.

 

“BLT” oder “Baloo der Bär” genannt, “Leo der Löwe” und “Shere Khan der Tiger” waren im Jahre 2001 im Zuge einer polizeilichen Drogenrazzia aus einem Haus in Atlanta in den USA gerettet worden. Das Trio war unter schrecklichen Bedingungen in einem Keller untergebracht, doch ihr Leben sollte sich um 360 Grad zum Besseren wenden, als sie ein neues Leben im Tierheim ‘Arche Noah’ in Georgia begannen, wo sie ein eigenes Gehege bekamen, um ihr gemeinsames Leben zu genießen.

 

Während ihrer 15 gemeinsamen Jahre waren sie nur in den frühen Tagen einmal getrennt, als Baloo operiert werden musste, um ein Geschirr zu entfernen, das man während seines Wachstums niemals angepasst hatte und nun in den Körper eingewachsen war. Es überrascht nicht besonders, dass BLT bei den Besuchern des Tierheims rasch zum Publikumsliebling wurde.

Leider verstarb Leo am 11. August 2016, als Tierärzte feststellten, dass seine Leber zu 80% mit inoperablen Tumoren befallen war, woraufhin sie die Entscheidung trafen, sein Leiden zu beenden.

 

Seine Freunde Baloo und Shere Khan hatten Leos Leid wahrscheinlich bereits lange gespürt, bevor er irgendwelche Symptome zeigte, und waren an seiner Seite, um sich von ihrem lebenslangen Freund zu verabschieden. Leo wurde am Clubhaus begraben, ihrem Lieblingsort. Ihre Wärter beobachteten Baloo und Shere Khan genau und halfen ihnen durch ihre Trauer mit viel Aufmerksamkeit und Ablenkungsprogrammen.

 

Shere Khan war seinerzeit unterernährt und abgemagert als er gerettet wurde, doch mit Behandlung und einer gesunden Ernährung gewann er bald seine Energie und seinen Appetit zurück und nahm an Gewicht zu.

 

Shere Khan, der kontaktfreudigste des Trios, war besonders anhänglich und liebte es, sich zu putzen und mit seinen Freunden zu spielen. Obwohl bei ihm 2014 eine Bandscheibenerkrankung diagnostiziert wurde, reagierte er gut auf die Behandlung und genoss zunächst weiterhin das Leben mit seinem Kumpel Baloo.

 

Sein Zustand verschlechterte sich jedoch im Laufe der Zeit und am 18. Dezember 2018 wurde die Entscheidung getroffen, Shere Khan von seinen Schmerzen zu befreien, nachdem Testergebnisse bestätigt hatten, dass man nichts mehr für ihn tun konnte. Er wurde neben seinem Kumpel Leo begraben.

 

Das Arche Noah Tierheim schrieb über seinen Tod:

 

“Shere Khan starb in den Armen seiner Hauptbetreuerin in seiner strohgefüllten Höhle mit Baloo in der Nähe. Er hörte leise Worte der Zuneigung in sein Ohr flüstern und spürte die Wärme liebevoller, beruhigender Streicheleinheiten auf seinem schönen Gesicht, als er sehr friedlich seine großen grünen Augen schloss und seinen letzten Atemzug nahm.”

 

Und so kam es, dass Baloo plötzlich allein war, so wie er es in der Wildnis gewesen wäre, wo erwachsene männliche Bären normalerweise nur mit Weibchen zur Paarung zusammenkommen. Wie zu erwarten war, gab es eine Menge Besorgnis um Baloos Wohlergehen nun, wo er allein ohne seine Freunde war.

Um seine Fans und Anhänger zu beruhigen, hat das Tierheim auf seiner Facebook-Seite ein Update zum Zustand von Baloo veröffentlicht, in dem es heißt:

 

Viele haben gefragt, ob ein anderes Tier Baloo als Gefährte vorgestellt wird, und für den Moment lautet die Antwort Nein. Baloo ist ein großes, dominantes Männchen, und er lebt seit über einem Jahrzehnt in seinem Gehege. Schwarzbären sind in der Regel Einzelgänger und stets revierbezogen, insbesondere die Männchen. Baloo schätzt die Anwesenheit anderer großer Katzen oder Bären, die wir bei uns haben, nicht und zeigt gar aggressives Verhalten gegenüber seinen tierischen Nachbarn. Schwere Verletzungen oder Todesfälle können auftreten, wenn Tiere zusammengebracht werden. Das Letzte, was wir wollen, ist, dass unserem wunderbaren Baloo-Bären etwas passiert.”

 

Baloo sei noch ein langes, glückliches und gesundes Leben gewünscht, bis die Zeit kommen wird, wenn er im Jenseits gewissermaßen wieder mit seinen beiden besten Freunden zusammen sein kann.

 

Weitere Infos: Arche Noah und Facebook: NoahsArkAnimalSanctuary

 

Verweise:

6 COMMENTS

  1. Tiere sind wichtig für uns Menschen, sei es als Nutztier
    oder als lieb gewonnenes Haustier. Es ist nur immer wieder traurig, wenn sich die Beziehung zwischen beiden löst.
    Die Tierheime haben viel Arbeit, aber auch viele freiwillige und ehrenamtliche Unterstützer, die
    den Tieren ein Leben ermöglichen.

  2. Katzen sind als Einzelgänger bekannt. Selbst moderne Hauskatzen aus der Zucht binden sich nicht sehr eng an den Menschen,
    sondern bewegen sich – auch innerhalb der Wohnung und des Hauses
    – zu großen Teilen als Wildtiere. Freilaufende Katzen sind nicht selten bei mehreren Familien, um
    dort Nahrung und Liebe zu empfangen. Auch wenn es vielen Haltern schwerfällt, so ist das Wesen der
    Katze eher als Begleiter, und nicht als Haustier mit enger Verbundenheit zu betrachten.

  3. Hund und Mensch können die besten Freunde sein und für
    immer bleiben. Jedoch tun sich viele Halter schwer mit der Erziehung.

    Jedoch lernt der Hund meist schneller als der Halter,
    solange Herrchen oder Frauchen konsequent und fair zu ihm sind.
    Ob als Arbeitshund, Therapiehund oder vollwertiges Familienmitglied – wer einmal auf den Hund
    gekommen ist, möchte diese wundervolle Beziehung nicht mehr aufgeben.

  4. Der Tod eines geliebten Menschen kann schrecklich schmerzhaft sein.
    Angehörige und Freunde stehen meist vor Ratlosigkeit. Vor
    allem dann, wenn der Tod plötzlich und unerwartet kam.
    Jeder Mensch geht dabei anders mit der Situation um. Wichtig ist
    jedoch in den allermeisten Fällen die Gewissheit,
    dass der oder die Verstorbene seinen/ihren Seelefrieden finden kann.

  5. Wer einmal in einem Offroad-Fahrzeug gefahren ist,
    wird dieses Erlebnis nicht mehr vergessen. Zu eindrucksvoll sind die
    Landschaften und das Erlebnis der Fahrt. Viele SUVs wären eigentlich geeignet, müssen aber ihren Einsatz auf die geteerte
    Straße sowie den Stellplatz in Sichtweite der Arbeitskollegen beschränken. Das ist
    schade, denn so entgeht dem Fahrer viel.

  6. Wer einmal in einem Geländewagen unterwegs
    war, wird diese Erfahrung nicht mehr vergessen. Zu eindrucksvoll sind die Landschaften und das Erlebnis der Fahrt.
    Viele SUVs sind geeignet, müssen aber ihren Einsatz auf die geteerte Straße sowie den Stellplatz in Sichtweite der Nachbarn beschränken. Das ist schade, denn so entgeht den Passagieren viel.

Comments are closed.