Die Herausforderungen und Probleme unserer Zeit sind sehr präsent. Ich freue mich, dass ich heute wieder mit einem Artikel über Nachhaltigkeit und Umweltschutz dein Interesse finde. Mir liegt das Thema sehr am Herzen!

 

Es ist nun knapp ein Jahr her, dass ich mein Buch „Ja ich weiß, aber… – Umweltschutz im Alltag, geht das?“ (Verlinkung findest du unter diesem Artikel) veröffentlicht habe, und es hat sich seitdem sehr viel getan. Glücklicherweise sehr viel Positives. Die Fridays for Future sind entstanden und Wissenschaftler, Eltern sowie einige andere Gruppen stärken ihnen den Rücken. Städte und Länder rufen den Klimanotstand aus. Einwegplastik wird immer häufiger verboten, die Diskussionen um Pestizide werden lebhafter und zeigen erste Erfolge. Es gibt viele weitere Beispiele.

 

Andererseits ist es aber noch ein langer Weg, denn viele sind noch nicht bereit, ihre Komfortzone zu verlassen und etwas zu ändern. Allen voran leider viele Politiker*innen in den Regierungen. Das ist besonders schade, denn sie könnten für enormen Fortschritt in dieser Sache sorgen.

 

Wir sind gefragt

Daher ist es wichtig, dass du und ich uns weiter einsetzen und einerseits selbst immer mehr tun für den Erhalt des Planeten, andererseits aber auch andere davon überzeugen, es uns gleich zu tun.

Unter dem Motto „Weniger ist mehr“ lässt sich in vielen Bereichen des Umweltschutzes etwas bewegen, daher widme ich den heutigen Artikel diesem Thema…

 

Aufwachen

Auf meiner Hunderunde hatte ich letztes Jahr das Vergnügen, an einem Blütenparadies aus Disteln vorbeizukommen. Es wimmelte nur so von Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten. Ein Traum. Dieses Jahr wurde dieser Straßenrand von der Stadt im Rahmen der Bankettpflege gemäht, bevor es zu diesem Blütenparadies kam. Und das an einem Weg, der kaum befahren wird und die Verkehrssicherheit daher eher kein Argument sein kann.

Aber warum wurde es dann gemacht? Vermutlich hat man es schon immer so gemacht.  Doch genau das löst nicht die Probleme unserer Zeit. So kann es nicht weitergehen, wenn wir nicht unser eigenes Grab schaufeln wollen!

Daher: aufwachen und handeln!

 

Handeln

In dem Fall habe ich eine E-Mail an die Stadt und zeitgleich ans Umweltzentrum geschrieben. Von der Stadt kam das erwartete und nichtssagende Blabla. Aber das Umweltzentrum hat reagiert und die Stadt um einen Termin gebeten, damit gemeinsam überlegt werden kann, was die Stadt zum Erhalt der biologischen Vielfalt tun kann. Danke dafür! Schön auch, dass ich nicht der Einzige war, der sich „beschwert“ hat. Großartig!

Hoffentlich findet sich ein Weg zu „Weniger ist mehr“ – weniger mähen erhält mehr Biodiversität.

 

#plasticfreejuly

probleme-unserer-zeitKennst du die Aktion #plasticfreejuly? Was denkst du darüber? Machst du sogar mit?

Ich bin selbst nicht dabei, bemühe mich aber weiterhin, meinen Plastikverbrauch mehr und mehr zu reduzieren.

Ich finde solche Challenges toll, weil sie Aufmerksamkeit auf ein wichtiges Thema lenken und die Bekanntheit des Problems weiter erhöhen.

Manche mögen vom Namen der Challenge abgeschreckt werden. Es geht darum, auf Einweg-Plastik, das nur einmalig benutzt wird, zu verzichten.

Meine Meinung ist, dass jedes nicht benutzte Stück Einwegplastik einen Beitrag zur Erhaltung unseres Planeten, und damit zu unserer eigenen Rettung, leistet. Weniger ist mehr!

Allerdings möchte ich hier ergänzen, dass es nicht hilft, wenn du auf andere Einwegmaterialien umsteigst und zum Beispiel für das Obst im Supermarkt eine Papiertüte nutzt.

 

Einweg mehrfach nutzen

Viele Dinge kann man für eine weitere Nutzung zweckentfremden. So lässt sich die Plastikverpackung der Klopapierrollen sehr gut als Mülltüte für den Badezimmermüll nutzen. Viel Verpackungsmüll – Tüten und Kartons – lässt sich einer zweiten Nutzung zuführen. Zeitungspapier kann man als Unterlage im Bio-Mülleimer nutzen. So müssen weniger Ressourcen für die Herstellung von Produkten verwendet werden. Und weniger ist ja mehr.

 

Fische und Plastik

Kürzlich war ich im Urlaub an der dänischen Nordseeküste. An einem wunderschönen Strand habe ich leider einen toten Basstölpel gefunden. Verendet, weil sein Schnabel sich in einem Stück Fischernetz verfangen hatte. Diese Geisternetze machen im Meer einen sehr großen Anteil des Plastikmülls aus. Laut Greenpeace gehen allein in Europa bis zu 25.000 Netze und Netzteile pro Jahr verloren. Und das alles, weil wir gerne Fisch essen und dieser billig sein muss. Weniger ist mehr, für das Meer, seine Bewohner und die, die davon leben.

 

Ernährung und Wasser

Wasser ist ein knappes Gut – das erfahren wir gerade mal wieder. Der Juni war heiß wie nie und brachte viel zu wenig Regen. In einigen Gemeinden wird das Wasser schon knapp. Und es werden wohl weitere folgen.

In Deutschland verbraucht jeder pro Tag im Durchschnitt 121 Liter Wasser. Das ist aber der Verbrauch ohne das virtuelle Wasser. Virtuelles Wasser ist das, was verwendet wird, um unsere Produkte zu erzeugen. Vom T-Shirt über den Kaffee bis zum Fleisch, für alles wird viel Wasser benötigt und so steigt unser Verbrauch auf 4 – 5.000 Liter am Tag! Eine erschütternde Menge. Nähere Infos bekommst du bei Utopia oder Wikipedia.

 

probleme-unserer-zeitKlar ist dabei, dass eine pflanzenbasierte Ernährung sehr viel weniger Wasser verbraucht. Und es geht da um Wasser in Regionen, die zum Teil deutlich weniger davon haben als wir hier in Mitteleuropa.

Aber auch vegane Lebensmittel können es in sich haben. Ganz vorne dabei sind einige Superfoods wie zum Beispiel die Avocado. Sie kommt nicht nur von weit her und wird in Europa energieaufwendig nachgereift, sondern sie verbraucht ebenfalls sehr viel Wasser. Und das ist da, wo sie wächst, eher knapp. Wälder müssen für den Anbau ebenfalls weichen.

Weniger ist mehr, auch bei den Lebensmitteln und besonders beim Verzehr von tierischen Produkten. Beim virtuellen Wasser lässt sich also sehr viel einsparen, allerdings sollten wir uns auch weiterhin bei unserem direkten Wasserverbrauch am Waschbecken, unter der Dusche oder beim Blumengießen und Rasenbewässern zurückhalten. Es kommt uns allen zugute!

 

Kleidung

Auch die Kleidung verbraucht riesige Mengen Wasser. Ein Baumwoll-T-Shirt schlägt mit 2.000 Litern zu Buche, eine Jeans mit 6.000 Litern. Das sind schon gute Gründe, den Kauf von neuer Kleidung gut zu überdenken. Hinzu kommt der Einsatz von Chemie und die oftmals katastrophalen Umstände für die, die diese Kleidung herstellen.

Weniger ist mehr – lieber weniger Kleidung mit guter Qualität. Da hat man mehr davon.

 

Kluger Konsum

Am 3. Juli gab es hier den schönen Artikel „Kluger Konsum – wie viel tut gut und macht glücklich?“ von Annegret Kitzmann-Schubert. Es ging dabei um den Effekt des Konsums für dich selbst. Ich kann mittlerweile sagen, dass ich darüber hinaus den Effekt für die Umwelt genauso wichtig finde und dieser für mein persönliches Glück nicht minder wichtig ist.

 

Daher noch mal, weil es so wichtig ist: Jedes nicht verbrauchte Teil hilft, weil es die Ressourcen der Erde schont.

Und je nachdem, wie achtsam du mit dem Thema schon umgehst, lassen sich in fast jedem deiner Lebensbereiche Beispiele finden. Die Menge Klopapier, das Shampoo für das wenige Haar, dosiert als müsste man ein Pferd schrubben, die zu viel gekauften Lebensmittel, ein überflüssiges T-Shirt, und so weiter. Es gibt zu den in diesem Artikel genannten Beispielen noch viele weitere.

Weniger ist mehr! Machst du mit und hilfst, etwas für Mutter Erde zu tun?

Ich würde mich sehr darüber freuen!

 

Die Ausnahme

Bei deiner Stimme gibt es eine Ausnahme. Mutter Erde braucht unsere Stimme, es ist Zeit sie zu erheben, so oft und so viel es geht, damit wir andere ebenfalls überzeugen, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen und gegen die Probleme unserer Zeit. Von diesem Einsatz deiner Stimme kann es nicht genug geben. Hier ist mehr auch wirklich mehr!

 

Herzlichen Dank für dein Mitwirken!

Dein Martin Maurer

 

www.gluecks-safari.de