Das sonst getrübte Wasser in den Kanälen in Venedig ist kristallklar geworden.

Grund dafür könnte die verhängte Quarantäne und damit das Fernbleiben von Menschenmassen und Kreuzfahrtschiffen sein.

Auch in China wirkt sich die Ausgangssperre positiv auf die Umwelt aus: Die Luftverschmutzung ist zurückgegangen.

 

Venedig. Anfang März erklärte der italienische Ministerpräsident Guiseppe Conte die Lombardei und 14 weitere Gebiete zur Sperrzone, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Unter Quarantäne gestellt wurde auch Venedig. Seitdem ist die eigentlich vom Tourismus geprägte Lagunenstadt menschenleer. Und diese Einöde scheint zumindest den Kanälen gut zu tun: In den sozialen Netzwerken tauchen Bilder von kristallklarem Wasser auf.

 

Italien hat mehr als 59 000 Infizierte

Was vorher eher braunem Abwasser glich, entpuppt sich jetzt als Paradies für kleine Fische. Grund für die Wassertrübung waren zuvor vor allem die vielen Kreuzfahrtschiffe und Menschenmassen, die jetzt der Großstadt fernbleiben müssen. “Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört”, schreibt Marco Capovilla unter seine Aufnahmen aus Venedig bei Facebook.

 

© Quelle: Marco Capovilla‎/Facebook

 

Mehr als 59 000 Menschen haben sich in Italien bereits mit dem Coronavirus infiziert. Die Wirtschaft wurde von der italienischen Regierung heruntergefahren, kulturelle Veranstaltungen fallen bis auf Weiteres aus.

 

Quarantäne verbessert Luftqualität in China

Welche Auswirkungen eine tagelange Quarantäne auf die Umwelt hat, zeigt auch der Stickstoffdioxid-Ausstoß in China. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte zwei Satellitenbilder veröffentlicht, auf denen ein deutlicher Rückgang der Luftverschmutzung erkennbar ist. Hintergrund könnten die Fabrikschließungen in China sein.

 

Von Laura Beigel