In Amber in Südostasien wurde eine unglaubliche Kreatur entdeckt, die nach Schätzungen der Forscher aus der Kreidezeit vor etwa 100 Millionen Jahren stammt. Die seltsame Kreatur scheint eine Kreuzung zwischen einer Spinne und einem Skorpion zu sein – zwei Kreaturen, die bei vielen Menschen Angstgefühle auslösen.

 

Spinnen und ähnliche Kreaturen sind häufig in Bernsteinvorkommen zu finden, die aus Minen in ganz Myanmar und anderen nahe gelegenen Regionen stammen. Dies ist jedoch der erste Fund seiner Art.

 

Experten glauben, dass diese Entdeckung große Lücken in unserem Verständnis der Evolution bei Spinnentieren schließen könnte, bei denen es sich um eine Gruppe von achtbeinigen Wirbellosen handelt, zu denen Skorpione, Zecken und Spinnen gehören. In den letzten Jahren haben Forscher anhand von Proben, die unter solchen Bedingungen entnommen wurden, mehr über die Entwicklung dieser Kreaturen erfahren und andere mögliche Arten entdeckt.

 

Vor einigen Jahren wurde zwei Paläobiologen am Nanjing Institut für Geologie and Paleontologie in China eine Vielzahl verschiedener Bernsteinproben von Händlern aus der Region verkauft. Darunter befand sich ein 5 Millimeter langes Exemplar, das sie schließlich ‘Chimerachne yingi’ nannten (Lateinisch für “Chimären-Spinne”).

 

Spinne und Skorpion zugleich (Foto: Nature Ecology & Evolution)

Das Interessanteste an diesem Exemplar ist, dass es sich um eine Spinne handelt, die ähnlich wie ein Skorpion geformt ist, mit einem segmentierten Bauch und einem langen Schwanz, welcher der Peitsche eines Skorpions sehr ähnlich ist.

“Diese Exemplare scheinen im Prinzip Spinnen mit Schwänzen zu sein!”, sagt Jason Bond, ein Evolutionsbiologe an der Auburn Universität in Alabama.

Bild: Bo Wang / SWNS.com

 

Es ist durchaus möglich, dass diese Kreatur mit der Kamelspinne verwandt ist, die tatsächlich noch heute die Erde durchstreift. Kamelspinnen haben keine Peitsche oder Schwanz wie Skorpione, aber sie haben einen sehr ähnlichen Torso.

Die Wissenschaftler, die diese Entdeckung gemacht haben, haben ihre Forschungsergebnisse und das Foto in der Zeitschrift Nature Ecology & Evolution veröffentlicht.